Ubuntu: Bootliste bereinigen

Nach jedem Kernel-Update wird ein weiterer Eintrag in der /boot/grub/grub.cfg angelegt. Die alten Einträge (und vor allem Kernelversionen auf der Platte) bleiben erhalten.

Hier sollte regelmäßig „aufgeräumt“ werden. Insofern die neueste Kernelversion zuverlässig läuft, können alle alten Version entfernt werden.

0. Prüfen Sie mit  uname -r  welche Kernelversion aktuell bei Ihnen läuft. Dies muss nicht zwangsläufig die aktuellste Version aus den Repositorien sein und sollte auf keinen Fall mit der nachfolgenden Beschreibung deinstalliert werden!

Starten Sie nun wie folgt:

1. Lassen Sie sich anzeigen, welche Versionen installiert sind:

dpkg -l | egrep linux-\(image\|headers\)-2.*-generic

oder für neuen Kernel:

dpkg -l | egrep linux-\(image\|headers\)-3.*-generic

Die Ausgabe könnte so aussehen:

ii  linux-headers-2.6.32-23-generic      2.6.32-23.37 Linux kernel headers for version 2.6.32 on x
ii  linux-headers-2.6.32-24-generic      2.6.32-24.39 Linux kernel headers for version 2.6.32 on x
rc  linux-image-2.6.31-14-generic        2.6.31-14.48 Linux kernel image for version 2.6.31 on x86
ii  linux-image-2.6.31-20-generic        2.6.31-20.58 Linux kernel image for version 2.6.31 on x86
ii  linux-image-2.6.32-23-generic        2.6.32-23.37 Linux kernel image for version 2.6.32 on x86
ii  linux-image-2.6.32-24-generic        2.6.32-24.39 Linux kernel image for version 2.6.32 on x86

2. Öffnen Sie ein Terminalfenster und deinstallieren Sie die gewünschte veraltete Kernel-Version mit

sudo apt-get remove –purge linux-image-2.6.32-23-generic  linux-headers-2.6.32-23-generic

3. Zu einigen Kernel-Version gibt es begleitende Dateien, die ausschließlich von einer Kernel-Version unterstützt werden. Wenn Sie die Kernel-Verion deinstallieren, sollten Sie auch ggf. zugehörige nicht mehr benötigte Dateien entfernen. Diese Dateien werden Ihnen übrigens im Rahmen der Deinstallation der Kernel-Version angezeigt. Löschen Sie die alten Dateien mit

sudo apt-get autoremove –purge

Die Einträge in die grub.cfg werden automatisch vorgenommen, so dass Sie nach dem nächsten Systemstart nicht nur (erheblich) mehr Festplattenspeicher haben, sondern auch eine aufgeräumte Boot-Liste.

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